Wand
25. Mar 2025

Kalkputz – 7 wichtige Tipps zur Wandbeschichtung

Kalkputz schafft ein angenehmes Raumklima & eine stilvolle Optik. Erfahre, wie du ihn richtig verarbeitest, pflegst & welche kreativen Gestaltungsmöglichkeiten es gibt!

Ein Arbeiter glättet Gips an einer Wand mit einer gekerbten Kelle mit Kalkputz.

Kalkputz ist eine der ältesten und bewährtesten Wandbeschichtungen und erfreut sich heute wieder großer Beliebtheit. Besonders für den Innenbereich bietet er zahlreiche Vorteile: Er ist diffusionsoffen, reguliert das Raumklima und schafft so natürliche, ästhetische Wandoberflächen, sei es in Wohnräumen oder im Nassbereich wie dem fugenlosen Bad

Doch um eine langlebige und hochwertige Wandbeschichtung zu erhalten, gibt es einiges zu beachten. In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wissenswerte über Kalkputz – von seinen Eigenschaften und Vorteilen bis hin zur fachgerechten Verarbeitung und Pflege.

Was ist Kalkputz?

Kalkputz ist ein mineralischer Innenputz, der auf der Basis von Kalkmörtel hergestellt wird. Er enthält als Bindemittel meist Weißkalkhydrat oder natürlichen hydraulischen Kalk (NHL), die die Festigkeit und Verarbeitbarkeit bestimmen. 

Die besonderen Eigenschaften des Kalkputzes machen ihn zu einem bevorzugten Baustoff für (historische) Sanierungen ebenso wie für moderne Neubauten. Kalkputz ist diffusionsoffen und trägt somit zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit bei. In Kombination mit dem richtigen Grundputz oder Unterputz sorgt Kalkputz für langlebige, atmungsaktive Wände, indem er überschüssige Feuchtigkeit speichert und bei trockener Raumluft wieder abgibt. 

Dies verhindert Kondenswasserbildung, wirkt sich positiv auf das Raumklima aus und reduziert das Risiko von Schimmelbildung, wodurch er sich auch hervorragend für Feuchträume wie Bäder oder Küchen eignet.

Neben der funktionalen Rolle beeinflusst Kalkputz auch die ästhetische Gestaltung eines Raumes. Durch Techniken wie Filzen, Spachteln oder die Verwendung von Kalkglätte lassen sich unterschiedliche Oberflächenstrukturen erzeugen – von fein und glatt bis hin zu rustikal. Die Körnung des Oberputzes kann variieren und beeinflusst die Optik sowie die spätere Oberflächenstruktur.

Zudem kann Kalkputz mit natürlichen Pigmenten eingefärbt werden, um individuelle Gestaltungsmöglichkeiten zu bieten. Die mineralische Zusammensetzung sorgt dabei für eine matte, edle Optik, die in Innenräumen besonders harmonisch wirkt.

Naturweiß belassener Kalkputz verleiht Innenräumen eine elegante Optik, kann aber auch mit Kalkfarbe oder Silikatfarbe individuell gestaltet werden.

Dank seiner alkalischen Eigenschaften wirkt Kalkputz zudem antibakteriell und hemmt das Wachstum von Keimen und Pilzen. Dies macht ihn besonders für Allergiker und Menschen, die Wert auf eine wohngesunde Umgebung legen, interessant. 

Seine Umweltfreundlichkeit wird zusätzlich durch die Tatsache unterstrichen, dass er aus natürlichen Baustoffen besteht und keine synthetischen Zusätze benötigt.

Ob als Innenputz oder Außenputz – Kalkputz überzeugt durch seine Langlebigkeit, Natürlichkeit und Vielseitigkeit. Er kann in mehreren Putzlagen aufgetragen werden, um eine optimale Stabilität und Optik zu gewährleisten. 

Während der Unterputz als tragfähige Basis dient, sorgt der Oberputz für die gewünschte Endstruktur. Besonders in Kombination mit Sanierputz kann Kalkputz dazu beitragen, Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk abzuleiten und so die Bausubstanz langfristig zu schützen.

So gelingt die perfekte Kalkputz-Beschichtung

Damit Kalkputz seine volle Wirkung entfalten kann und dauerhaft schöne Oberflächen entstehen, sind einige wichtige Schritte zu beachten. Von der Untergrundvorbereitung über die Wahl der richtigen Materialien bis hin zur optimalen Verarbeitung – all diese Faktoren beeinflussen das Endergebnis. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, Kalkputz besser zu verstehen, fachgerecht zu verarbeiten und das Beste aus diesem vielseitigen Baustoff herauszuholen.

1. Die richtige Untergrundvorbereitung

Damit Kalkputz optimal haftet, muss der Untergrund tragfähig, sauber und frei von losen Bestandteilen sein. Besonders saugende Untergründe wie Kalkstein sollten mit passenden Grundierungen vorbehandelt werden, um eine gleichmäßige Saugfähigkeit sicherzustellen. Eine unzureichende Vorbereitung kann dazu führen, dass der Putz nicht richtig haftet oder ungleichmäßig trocknet.

Für stark saugende Untergründe empfiehlt sich eine Vorbehandlung mit einem speziellen Tiefgrund. Armierungsgewebe kann zudem helfen, Risse in der Putzlage zu vermeiden.

2. Hochwertige Materialien wählen

Nicht jeder Kalkputz ist gleich – die Qualität der verwendeten Materialien hat einen großen Einfluss auf das Endergebnis. Hochwertige Baustoffe bieten nicht nur eine bessere Verarbeitung, sondern auch eine längere Haltbarkeit der Wandbeschichtung.

Bei der Auswahl des Kalkputzes sollten Produkte auf Basis von Sumpfkalk oder natürlichem hydraulischen Kalk (NHL) bevorzugt werden, da sie besonders gute bauphysikalische Eigenschaften bieten. 

Ein hochwertiges Produkt hierfür bieten IBOD mit dem doppo Waschputz Mediterran – ein mineralischer Kalkputz für Innenräume und den Außenbereich. 

3. Die richtige Verarbeitungstechnik nutzen

Damit Kalkputz seine volle Wirkung entfalten kann, ist die richtige Verarbeitung entscheidend. Ein sorgfältiger Schichtaufbau und eine gleichmäßige Verteilung sorgen für eine langlebige und optisch ansprechende Wandoberfläche.

Beim Verputzen wird der Putz in mehreren Schichten aufgetragen: Ein Grundputz oder Unterputz sorgt für eine stabile Basis, gefolgt von einer feineren Schicht als Oberputz. 

Die Putzstärke variiert je nach Anwendung, sollte aber gleichmäßig sein. Eine Schichtdicke von 5 bis 10 mm ist üblich. Das Spachteln und Filzen der Oberfläche bestimmt die finale Optik. Je nach gewünschtem Finish können zusätzlich Spachtelmassen oder spezielle Kalkglätte-Techniken zum Einsatz kommen.

4. Kalkputz richtig anmischen

Die richtige Konsistenz sorgt für eine einfache Handhabung und eine gleichmäßige Verteilung auf der Wandoberfläche.

Das Anmischen des Putzes muss sorgfältig erfolgen. Die Zugabe von Wasser muss exakt nach den Vorgaben des technischen Merkblattes erfolgen, um eine optimale Verarbeitung und Aushärtung zu gewährleisten. 

Wer mit Kalkzementputz arbeitet, sollte auf das richtige Mischverhältnis zwischen Bindemittel, Kalk, Zement und Sand achten, um eine ausreichende Festigkeit zu gewährleisten.

5. Trocknungszeit beachten

Die Trocknungszeit von Kalkputz ist nicht zu unterschätzen. Eine zu schnelle Austrocknung kann zu Rissen führen, während eine zu lange Trocknungszeit die Weiterverarbeitung verzögert.

Die Aushärtung des Kalkputzes ist ein entscheidender Faktor für die Qualität der Oberfläche. Die Trocknungszeit hängt von der Luftfeuchtigkeit, der Temperatur und der Schichtdicke ab. 

Feuchträume oder schlecht belüftete Innenräume benötigen oft eine längere Trocknungszeit. Sanierputz erfordert besonders viel Geduld, da die vollständige Durchtrocknung mehrere Wochen dauern kann.

6. Kreative Oberflächengestaltung

Mit Kalkputz lassen sich einzigartige Wandgestaltungen realisieren. Unterschiedliche Körnungen, Techniken, Farben und Strukturen ermöglichen ein individuelles Design.

Mit Kalkglätte, Spachtelmassen oder speziellen Techniken wie Filzen lassen sich einzigartige Strukturen und Oberflächen schaffen. Besonders harmonisch wirkt naturweiß belassener Kalkputz, der mit Kalkfarbe oder Silikatfarbe veredelt werden kann. 

7. Pflege und Reinigung von Kalkputz

Auch wenn Kalkputz sehr widerstandsfähig ist, benötigt er dennoch die richtige Pflege, um langfristig schön zu bleiben. Falsche Reinigungsmethoden können die Oberfläche beschädigen.

Kalkputz ist pflegeleicht, doch sollte man aggressive Reinigungsmittel vermeiden. Eine regelmäßige Reinigung mit einem weichen Tuch oder einer trockenen Bürste erhält die Oberfläche lange schön. Das Sicherheitsdatenblatt oder ein technisches Merkblatt der verwendeten Produkte enthalten oft spezielle Reinigungshinweise.

Kalkputz – Natürlich, langlebig und vielseitig

Kalkputz ist eine ausgezeichnete Wahl für hochwertige Wandbeschichtungen, da er sowohl optische als auch funktionale Vorteile bietet. Wer auf atmungsaktive, nachhaltige und langlebige Wände setzt, trifft mit Kalkputz die richtige Entscheidung. 

Die Verarbeitung von Kalkputz erfordert Sorgfalt und Präzision, da jeder Schritt – von der richtigen Mischung bis zum fachgerechten Auftrag – Einfluss auf das Endergebnis hat.  Ob Grundputz, Unterputz oder Oberputz – mit hochwertigen Materialien und professioneller Verarbeitung entstehen langlebige Oberflächen.

Wir bei IBOD Wand & Boden sowie unsere Partnerbetriebe unterstützen Sie dabei gerne mit Fachwissen und Erfahrung, um Ihre Wandgestaltung nach Ihren Wünschen umzusetzen.

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